Für das Wassermann-Zeitalter hat Yogi Bhajan eine ganz besondere Abfolge für die morgendliche Praxis vorgebeben, die wir im Kundalini Yoga praktizieren: Die sogenannte Aquarian Sadhana. Doch was bedeutet Sadhana überhaupt und was macht eine Aquarian Sadhana im Kundalini Yoga aus? Und warum wird der Praxis am Morgen in der yogischen Tradition eine besondere Effektivität und Wirkung nachgesagt? Gehen wir den Fragen auf den Grund.

Die Bedeutung des Wortes Sadhana und was wir daraus ableiten können
Es gibt zwei eng verwandte Begriffe aus dem Sanskrit, welche uns zur Erläuterung der Hintergründe einer Sadhana dienen. „Sadh“ bedeutet, geradlinig und diszipliniert auf ein Ziel zugehen. Der Begriff „Sadhu“ wird für eine Person verwendet, die einem spirituellen Weg diszipliniert folgt. Mit einer regelmäßigen Sadhana verfolgen wir also ein bestimmtes Ziel und die Kontinuität, die ein gewisses Maß an Disziplin voraussetzt, spielt eine große Rolle bei der Zielerreichung. Wir wissen vielleicht von uns selbst, wie schwierig es ist, festgefahrene Muster zu verändern. Auch wenn wir es uns so sehr vornehmen und wünschen, gelingt eine Veränderung nicht von heute auf morgen und selten ohne Rückschläge. Das regelmäßige Besuchen von Yoga Einheiten kann sich schon spürbar auf unser Leben und Verhalten auswirken. Doch wir bemerken wahrscheinlich auch, wie leicht wir uns von dieser Verbindung wieder abschneiden lassen. Kaum ist man wieder im Kreise der Familie oder im beruflichen Alltag angelangt, scheinen die Vorhaben wie weggeblasen. Eine solide Grundlage, Kontinuität und Verpflichtung zu einer stetigen Praxis, idealerweise in den Morgenstunden und in einer Gruppe, können dich in deinem Vorhaben stärken. Somit ist eine regelmäßige Sadhana eine Disziplin der Selbstkonfrontation, Selbsteinschätzung und Selbsterneuerung, die uns darin unterstützt, jeden Tag mit uns selber, dem Schöpfer und der Schöpfung, der eigenen unendlichen Wahrheit und dem höheren Selbst in Verbindung zu bleiben. 

Über die Aquarian Sadhana im Kundalini Yoga und im Amar Das Kundalini Yoga Zentrum Das Wassermann-Zeitalter konfrontiert uns auf besondere und komplexe Weise. Um mit diesen Einflüssen umzugehen und darin zu wachsen brachte Yogi Bhajan die Wissenschaft und Techniken des Kundalini Yoga in den Westen. Gleichzeitig lehrte er seinen Schülern den gleichbleibenden Ablauf der morgendlichen Yoga Praxis: Die Aquarian Sadhana. Es umfasst das Rezitieren des Japji, dem Morgengebet von Guru Nanak (erster Sikh-Guru), das Praktizieren einer Kundalini Yoga Übungsreihe (Kriya) und dem Chanten einer festgelegten Abfolge von sieben Mantra-Meditationen für circa 60 Minuten. Wir möchten dich einladen, Sadhana in dein Leben zu integrieren und öffnen unser Zentrum jeden Freitag und jeden ersten Sonntag im Monat zum gemeinsamen Praktizieren. So kannst auch du Teil der Aquarian Sadhana Gruppe im Amar Das Kundalini Yoga Zentrum in Wien sein. 

Die yogische Tradition der Sadhana im westlichen Alltag integrieren Die yogische Literatur schreibt eine 2,5 stündige, tägliche Sadhana vor. Entsprechend karmischen Gesetzmäßigkeiten gibst du 10% deiner Zeit an Gott und erhältst 100% derselben Energie für den Rest des Tages zurück (10% von 24 h ≈ 2,5 h). Die beste Zeit für Sadhana sind die frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang. Die sogenannten ambrosischen Stunden oder auch Amrit Vela fallen je nach Jahreszeit in den Zeitraum von 3:00 -7:00 Uhr morgens. In dieser Zeit ist die Energie (Prana) im Magnetfeld der Erde sehr rein und kräftig und das menschliche Energiesystem besonders aufnahmefähig. Der nächtliche Regenerationsprozess der Organe ist ab circa 3:00 Uhr abgeschlossen und der Lungenmeridian besonders aktiv, was die Prana-Aufnahme unterstützt. So ist es nicht verwunderlich, dass in sämtlichen spirituellen Traditionen die Energie der frühen Morgenstunden für die Praxis genutzt wird. Nun stellst du dir vielleicht die Frage, wie sich diese Disziplin in dein Leben integrieren lässt. Optimal sind natürlich 2,5 Stunden am frühen Morgen und in einer Gruppe. Wenn du an keinem Gruppen-Sadhana teilnehmen kannst, ist es trotzdem empfehlenswert eine individuelle Sadhana-Praxis zu integrieren. Hinsichtlich der Dauer kannst nur du einschätzen, wie viel Zeit du wirklich erübrigen kannst. Außerdem kommt es vor allem darauf an, überhaupt eine tägliche Praxis zu entwickeln. Schon eine 11-minütige Meditation oder 45-60-minütige Kriya kann, täglich praktiziert, eine spürbare Veränderung mit sich bringen. Wichtig ist wirklich täglich dabei zu bleiben und eine hingebungsvolle Disziplin daraus zu machen. Nur so kann sich dein Leben durch Sadhana verändern. Unsere Lehrer helfen dir nach einer Kundalini Yoga Stunde auch gerne weiter, wenn du Fragen zu deiner eigenen Praxis hast. Zum Stundenplan

 

„Sadhana verleiht dir Intuition. Es wird dir Klarheit und Wohlbefinden für deinen Tag geben…“ Yogi Bhajan

Amar Das

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